Hotel Restaurant Zum NeulingHotel Restaurant Zum Neuling

Hotel-Restaurant Zum Neuling

Historie

Es war einmal Anfang 1900...

 

Außenansicht

Am Haus vorbei führte nur ein schmaler Feldweg, auf dem gerade Pferd und Kutsche ihres Weges gehen konnten. Nach der schweren Arbeit unter Tage und auf den Feldern hielten die Männer Einkehr und machten ihre Pferde an der Tränke vor dem Hause fest.


Restaurant

Da kaufte Julius Heinrich Schmidt (Großvater des heutigen Besitzers) das Haus von der Familie Hünnebeck für die damalige Reichsmark ab und führte die Schenkwirtschaft fortan mit seiner Frau Lina und seinem Sohn Kurt.


Hinterhof

Zu der kleinen Bergmannskneipe gehörte ein großer Saal mit Bühne, in dem Veranstaltungen, wie zum Beispiel Tanz, Boxkämpfe und große Festlichkeiten stattfanden. Auf dem dazugehörigen Schießstand von 100 m, schossen damals die Polizei, die Straßenbahner und natürlich der Schützenverein.


Gruppenfoto

Nach Kriegsende wurde der Saal von der Stadt Bochum für Flüchtlingsfamilien beschlagnahmt. Das Geschäft ging zurück und der schöne Saal wurde zerstört. Da es nie eine Entschädigung gab, musste alles mit eigenen Mitteln und vereinten Kräften wieder hergestellt werden.

Langsam ging es wieder aufwärts. Die Vereine fanden sich wieder ein und das Geschäft lief wieder an.


Nach dem Krieg

Nach dem Kriege erhielt alles einen neuen Charakter und die Menschen hatten einen enormen Aufschwung. Der Knappenverein (siehe das Bild von 1905), der Gesangsverein Nachtigall und der Taubenverein wurden gegründet.

Heimisch waren dann auch der Billardverein, Turnvater Jahn, der Karnevalsverein Rot-Weiß-Funken, eine Tanzschule und der Ortsverein der SPD.

Es war also immer etwas los und alle fühlten sich bei Oma Lina und Julius dem 1. zu Hause.

Mit 45 Jahren starb Julius Heinrich Schmidt der 1.


In der Küche

Oma Lina heiratete Buer Fernholz und blieb mit ihm dem Geschäft treu.
Linas einziger Sohn Kurt heiratete Hilde geborene Schellenberg und Sie bekamen 3 Mädchen, Ingrid, Hilla und Ellen und einen Sohn, Julius. Kurt musste dann in den Krieg ziehen und kam sehr krank zurück, so dass Hilde und später auch die Kinder bei Oma Lina in der Kneipe geholfen haben, denn es gab sehr viel Arbeit.

Als Oma Lina und Buer Fernholz verstarben, wurde die Kneipe ein paar mal verpachtet und das Geschäft ging immer mehr zurück. Bis Julius, der den Beruf erlernt hatte, 1963 seine Freundin Gisela, geborene Jacek heirate, und die beiden 1964 die Kneipe als Pächter von der Familie übernahmen.
Mit viel Lust und Liebe brachten die Beiden den Laden wieder in Schwung und Oma Hilde war immer mit Rat und Tat an ihrer Seite.


Tanz mit Kapellen

Am Wochenende war Tanz mit Kapellen und es herrschte ein buntes Treiben. Die Saaldecke war mit bunt angestrichenen Eierkartons bestückt, um den Schall zu dämmen und das Parkett war immer glatt gebohnert. Dazu gab es leckere Bierchen, Soleier, Frikadellen, Würstchen und Ochsenschwanzsuppe.

Freunde, Nachbarn und Verwandte halfen mit, wo es ging und alles bekam einen familiären Hauch und einen guten Ruf, über die Grenzen hinaus. Alles, was die Zwei erarbeiteten, steckten sie wieder in ihren Betrieb. So bauten sie 1975 unterhalb des Parkplatzes einen kleinen, doch gemütlichen Saunabetrieb mit Schwimmbad und Solarium. Festlichkeiten wie Karneval, Bacchusbeerdigung, Tanz in den Mai oder Silvester wurden groß gefeiert, da tanzte man schon mal auf dem Tisch und schon allein dies ergab Geschichten die das Leben schrieb. Eine Thekenfußballmannschaft entstand und auch Knobelvereine, Skatclubs und eine tolle Thekentruppe waren vertreten. Viele erinnern sich noch gern an diese Zeit.


Das Restaurant

Julius und Gisela Schmidt haben zwei Kinder bekommen, Axel und Katja. Auch die beiden suchten in der Gastronomie ihren Weg. Axel lernte den Beruf des Kochs und Katja den der Hotelfachfrau. Beide machten Ihre Lehre im Maritim Hotel in Bad Salzuflen. Danach stiegen Sie mit ins Geschäft ein und Axel Schmidt heiratete seine Freundin Christa geborene Becker, und auch Sie kam in den Neuling.

Die Zeiten änderten sich und vor allem die Menschen änderten ihre Gewohnheiten. Aus den damaligen Frikadellen und Würstchen wurden Filets und Fischspezialitäten, aus leer gewordenen Mietswohnungen wurden Hotelzimmer.


Kinderfoto

Bis dann 1991 der Totalumbau kam. Aus der damaligen Gaststätte wurde nun ein vorzügliches Restaurant mit frischer regionaler Küche und ein richtiges Hotel mit gemütlich warm eingerichteten Zimmern im Landhausstil. Durch dieses Zusammenspiel der beiden Varianten ist das Hotel-Restaurant Zum Neuling immer noch ein Haus mit familiärem, persönlichem Flair und beherbergt Gäste aus aller Welt.

Mit Anna-Marie und Felix ist mittlerweile auch schon die nächste Generation auf der Matte und hält alle arg auf Trab.


Tolle Zeit

Hiermit möchten wir auch allen Verwandten, Freunden, Bekannten, Gasten und Nachbarn danken, die uns so oft und gern unterstützt haben.

Es war eine tolle Zeit.

Stolz sind wir auch auf unsere Kinder, die nun auch schon 18 Jahre mit im Betrieb sind und wir uns irgendwann beruhigt zurücklehnen können.

Julius und Gisela Schmidt



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